Landkreis Schwäbisch Hall

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Newsletter Suchthilfenetz 3/2017

Prävention

  • Runder Tisch Frühe Hilfen und Kinderschutz am Mittwoch, 05.04.2017

Zum Schwerpunktthema "Sucht und Kinderschutz" gab es folgende Vorträge:
- Alkohol/Drogenabusus in der Schwangerschaft und im Wochenbett, Dr. med. Monica Diac, Chefärztin, Frauenklinik am Klinikum Crailsheim;
- Information über aktuelle Entwicklungen in der Suchthilfe, über ein Hilfsangebot für Kinder aus suchtbelasteten Familien, über die Jugend-Sucht-Beratungstelle des Landkreises, Herbert Obermann, Suchtbeauftragter und Leiter des Fachbereiches Prävention und Förderung beim LRA SHA/Jugendamt;
- Vorstellung der Arbeit der Psychosozialen Beratungs- und ambulanten Behandlungsstelle für Suchtgefährdete und Suchtkranke für Erwachsene des Diakonieverbandes Schwäbisch Hall, Claudia Rehmann (Dipl. Soz.päd. FH; Sozialtherapeutin VT; Fachbereichsleitung; Schw. Hall und Substitutionsbegleitung in Crailsheim)

  • Testkäufe im Rahmen des Jugendschutzgesetzes

Seit 2010 werden im Landkreis Schwäbisch Hall regelmäßig Testkäufe durch das Landratsamt Schwäbisch Hall und den Stadtverwaltungen Schwäbisch Hall und Crailsheim, sowie der Polizei durchgeführt.
Für das Jugendamt steht dabei das Ziel des Jugendschutzgesetzes im Vordergrund, die Verfügbarkeit von Alkohol im öffentlichen Bereich - wie leicht kommen Jugendliche an Alkohol - einzuschränken. Bis 2011 gab es im Landkreis einen kontinuierlichen Rückgang der Krankenhausbehandlungen Jugendlicher wegen Alkoholintoxikation. Der Landkreis lag damit bei den vier Landkreisen mit den niedrigsten Werten.
Seit 2012 gab es allerdings einen deutlichen Anstieg. Grund genug also, die Möglichkeiten für Jugendliche an Alkohol zu kommen, zu prüfen. Denn neben den gesundheitlichen Gefahren durch übermäßigen Alkoholgenuss gibt es auch einen deutlichen Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Gewalt bei Jugendlichen.
Mit den Testkäufen wird die Alkoholabgabe an Kinder und Jugendliche im öffentlichen Bereich überprüft. Im privaten Bereich kann nur an die Verantwortung von über 18 jährigen Freunden und Erziehungsverantwortlichen appelliert werden, den Zugang von Kindern und Jugendlichen zu Alkohol zu verhindern.
In Begleitung und Unterstützung von 13 Polizeibeamten und dem Jugendreferenten und Jugendschutzbeauftragten des Landratsamtes Schwäbisch Hall, Dietmar Winter, versuchten Anfang April die minderjährigen Auszubildenden, hochprozentigen Alkohol, Tabak, sowie Computerspiele/Videos mit Altersbeschränkung FSK 18 zu erwerben und Spielhallen aufzusuchen. Insgesamt wurden 76 Verkaufsstellen überprüft. Die Beanstandungsquote lag bei 28 % (21 Anzeigen). Das stellt, auch im Vergleich zu anderen Landkreisen, ein sehr gutes Ergebnis dar.
Die Betroffenen werden wegen Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz angezeigt. Durch Polizei und Landratsamt werden zeitnah Schulungen zur Einhaltung des Jugendschutzes angeboten. Durch die Teilnahme an einer solchen Schulung können Betroffene das Bußgeld entsprechend reduzieren.

  • Aktionswoche Alkohol

Vom 13. Mai bis 21. Mai 2017 organisiert die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) wieder die Aktionswoche „Alkohol? Weniger ist besser!“. Zahlreiche Veranstaltungen informieren über Alkohol und regen in Gesprächen an, über den eigenen Umgang damit nachzudenken: Wie viel Alkohol trinke ich? Und was ist zu viel? Was kann ich tun, wenn ich weniger oder gar keinen Alkohol mehr trinken will?
Die Jugend-Sucht-Beratungsstelle beteiligt sich mit Schulhofaktionen zum Thema "Kein Alkohol unterwegs!" an der Aktionswoche.

  • Gruppenangebot für Kinder aus suchtbelasteten Familien

Annähernd 2,65 Millionen Kinder unter 18 Jahren leben mit alkoholkranken Eltern zusammen. Hinzu kommen ca. 40.000 bis 60.000 Kinder drogenabhängiger Eltern. Ca. jedes 6. Kind (17,6 %) ist von einer Suchtkrankheit in der Familie betroffen. Diese Kinder sind die größte bekannte Risikogruppe für eine spätere eigene Suchterkrankung und tragen eine Reihe weiterer Gesundheitsrisiken. Grund genug, Kinder suchtkranker Eltern als wichtigste Zielgruppe für frühzeitige Suchtprävention besonders zu unterstützen.
Kooperationspartner aus Jugend- und Suchthilfe haben ein Gruppenangebot für 6 bis 12 jährige Kinder aus suchtbelasteten Familien entwickelt.
Das Angebot soll 2017 realisiert werden. Zum Gelingen bedarf es der Aufmerksamkeit und Zusammenarbeit aller pädagogischen Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

  • Leitfaden zum Umgang mit Gefährdungen durch Substanzkonsum/Sucht-Verhalten in Schulen im Landkreis Schwäbisch Hall

Wenn Jugendliche im schulischen Kontext Alkohol trinken oder Drogen nehmen, sind Lehrkräfte und Eltern häufig verunsichert, wie sie reagieren sollen. Je nach handelnder Person oder Schule gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen, die oft nicht konsistent sind.
Der Leitfaden wurde zur Unterstützung und Begleitung von Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften entwickelt, um ein möglichst einheitliches, auf fachlichen Standards beruhendes Vorgehen zu gewährleisten. Kernelement des Leitfadens ist ein Stufenplan zum Umgang mit Substanzkonsum an Schulen.
Die einzelnen Elemente des Leitfadens sind auf www.bleib-stark-sha.de unter dem Menuepunkt "Prävention" zu finden und können verwendet/ heruntergeladen werden.

Suchthilfenetz

  • Sitzung Steuerungskonferenz am 29.3.2017

Die Jahresberichte der beiden Suchtberatungsstellen im Landkreis, Jugend-Sucht-Beratungsstelle(Landkreis) und Psychosoziale Beratungsstelle(Diakonie) wurden vorgestellt (http://www.suchthilfe-landkreis-sha.de/de/daten-fakten/berichte/).
Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema Sucht und Kinderschutz. Der Suchtbeauftragte Herbert Obermann stellte das von einer Arbeitsgruppe erstellte Konzept für ein Gruppenangebot für Kinder(siehe oben) vor.

Veranstaltungen

  • Treffen der Leiter/innen von Selbsthilfegruppen am 02.05.2017 um 19:30 Uhr im Brenzhaus, Mauerstraße 5, Sophie-Scholl Raum, 74523 Schwäbisch Hall

Bettina Knoch von der Psychosozialen Beratungsstelle Schwäbisch Hall der Diakonie begleitet durch das Treffen. Ab 20:15 Uhr informiert der Suchtbeauftragte des Landkreises, Herbert Obermann über das Suchthilfenetz. Dabei geht es auch um die Besetzung von zwei Delegiertenplätzen der Selbsthilfe im Suchthilfenetz.

Suchthilfenetz im Landkreis - Geschäftsstelle
Gelbinger Gasse 20
74523 Schwäbisch Hall
Fon: 0791 755 7920
Fax: 0791 755 7925

Email: suchthilfe-sha@lrasha.de

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Suchthilfenetz des Landkreises


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Fax: 0791 755-7925
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